Welche Haarkrankheiten und Haarerkrankungen gibt es?

Welche Haarkrankheiten und Haarerkrankungen gibt es?

Es gibt zahlreiche verschiedene Haarerkrankungen. So unterschiedlich die Symptome sein können, so unterschiedlich sind auch dessen Ursachen. Haare können ausfallen, abbrechen oder grau werden. Haarausfall kann erblich bedingt sein, durch hormonelle Veränderungen oder aber durch bestimmte Umwelteinflüsse hervorgerufen werden.

Haare von Albinos

Albinismus ist eine angeborene Pigmentstörung, bei der Haut und Haare keine Farbe entwickeln können. Aufgrund der fehlenden Pigmente sind die einzelnen Haare von Albinos wesentlich dünner und brechen deshalb auch schneller ab. Dafür besitzen Sie allerdings häufig auch wesentlich mehr Haare, was zu einem Ausgleich führt. Auch im Allgemeinen ist es so, dass hellhaarige Menschen dünnere Haare besitzen, aber dafür wesentlich mehr Haare aufweisen. Es gibt übrigens spezielle Haarfärbemittel für Albinos. Auf der Homepage der Albinismus Selbsthilfegruppe e.V. können Sie sich näher zu dieser Genmutation erkundigen.

Arten von Haarausfall

Es gibt zahlreiche Arten von Haarausfall. Es würde zu weit führen, alle Ursachen zu nennen. Deshalb werden in diesem Artikel lediglich die häufigsten Ursachen von Haarausfall behandelt. Falls Sie sich auch für die selteneren Formen des Haarausfalls interessieren, finden Sie auf der Homepage der Universität Saarland detailliertere Informationen. Die häufigste Ursache für Haarausfall unter Männern ist eine erblich bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzel gegen das Hormon Testosteron. Auch bei Frauen kann diese Krankheit auftreten, jedoch wesentlich seltener. Haarausfall muss nicht immer einen genetischen Ursprung haben. Auch Stress, Hormonveränderungen oder ernährungsbedingte Mangelerscheinungen können ursächlich sein. Außerdem kann eine plötzlich eintretende Autoimmunerkrankung zu kreisrunden Haarausfall führen. Bei dieser Krankheit sieht der Körper die eigenen Haare als Fremdkörper an und stößt sie ab.

Ursachen für brüchige Haare

Wenn die Haare lichter werden, denken viele sofort an Haarausfall. Doch oft ist die Ursache gar nicht so schwerwiegend. Manchmal nimmt das Haarvolumen auch nur ab, weil die Haare abbrechen. Oft werden Haare beim Frisieren zu stark beansprucht und brechen deshalb ab. Glätteeisen, zu hohe Hitze beim Föhnen oder häufiges Färben können unter anderem zu brüchigen Haaren führen. Gerade wenn die Haare häufig beim Frisieren strapaziert werden, ist eine wirkungsvolle Haarpflege wichtig. So können spezielle Cremes oder Sprays, die nicht ausgewaschen werden, die Haarstruktur stärken und dadurch Spliss und Haarbruch vorbeugen. Es gibt allerdings auch eine genetischbedingte Krankheit, die zu brüchigen Haaren führt. Diese wird in der Fachsprache als Monilethrix und umgangssprachlich als Spindelhaare bezeichnet. Die stark unregelmäßige Haarstruktur führt zum Abbrechen des Haares.